So ein neurodivergentes ADHS-Gehirn

So ein neurodivergentes ADHS-Gehirn

Heute mal predigtfrei gehabt. Ich dachte, das bedeutet ausschlafen, ein zweiter Kaffee… Aber nicht mit Alex. Kurz nach Sonnenaufgang stand er im astreinen Bikeroutfit startklar vor mir. Also habe ich meinen heißen Kaffee runtergekippt und wir sind erstmal 35 Kilometer durch den Knüll gerammelt. Ich habe mich zeitweise gefragt, ob wir noch Fahrrad fahren, auf der Flucht sind oder an der BOSCH eMTB Challenge teilnehmen.

So ein neurodivergentes ADHS-Gehirn wie das von Alex hat echt viele Stärken, wenn es ordentlich interessenbassiert getriggert wird. Bekommt es schnell genug vom Botenstoff Dopamin, springt der Motor an. Aber dann so richtig. Energie. Spontanität. Hyperfokus. Noch mehr unbändige Energie. Unkonventionelle Wege zu gehen… und zu fahren. Also keine schönen Radwege. Nee, quer durch’s Gebüsch. Ich fragte mich zwischendurch mit meinem neurotypischen Hirn, ob man im Partnervertrag einen Ruhetag festhalten kann. Wenigstens einmal im Monat…? Aber da brüllte er schon von weit weg, warum ich denn so langsam sei…

800 Kilometer sind wir zusammen in einer Woche für seine Communuty gefahren. Ich finde das super. Für Alex ist es nur nur ein schwaches Zwischenergebnis.🤣

Ich liege jetzt auf dem Sofa, so, wie Gott das an einem Sonntag von mir erwartet, nachdem ich nochmal 20 Kilometer heute Abend gefahren bin. Alex? Der ist immernoch irgendwo im Schwalm-Eder-Kreis unterwegs.

Falls jemand weiß, ob man für Freunde wie Alex irgendwo einen seelsorgerlichen Härtefallantrag stellen kann, bin ich für Hinweise dankbar.😂

Die Predigt des Tages kam heute nicht von mir, sondern von ihm: „Und am siebten Tag ruhte der Herr. Aber nur, weil er Alex nicht kannte.“

Habt einen gesegneten Sonntagabend!

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